18. Okt

Prinzen für zu Hause – Berlepsch

18. Oktober 2013, Marco Sombrowski

Kategorien: Geschichte, Obstsorten

Die Apfelsorte „Freiherr von Berlepsch“ wurde 1880 von Diedrich Uhlhorn junior (1843-1915) gezüchtet. Uhlhorn bemühte sich in den 1880er-Jahren (unter dem Eindruck der Folgen des deutsch-französischen Krieges) um technische Neuerungen in der Landwirtschaft, die zur Verbesserung der Volksernährung beitragen sollten. Was der ‚Berlepsch‘ mit dem ‚Zuccalmaglio‘ zu tun hat, erfahrt ihr jetzt…

Benannt wurde die Sorte nach dem damaligen Regierungspräsidenten der Rheinprovinz Düsselsorf und später kaiserlichen Staatsminister für Handel und Gewerbe: Dr. Hans Herrmann Freiherr von Berlepsch (1843-1926). Von Berlepsch half die Internationale Vereinigung für gesetzlichen Arbeiterschutz zu gründen und wurde Vorsitzender der Deutschen Gesellschaft für soziale Reform.

Der ‚Berlepsch‘ ist ein hervorragend schmeckender Tafelapfel mit hohem Vitamin-C-Gehalt. Er ist Ende September bis Mitte Oktober pflückreif und von Januar bis März genussreif. Das feste Fruchtfleisch ist sehr saftig und schmeckt erfrischend gewürzt. Die Mutante ‚Roter Berlepsch‘ hat besser gefärbte und kleinere Früchte.

Uhlhorn züchtete nicht nur den ‚Berlepsch‘, sondern auch 1878 die ‚Zuccalmaglio-Renette‘ (benannt nach seinem Schwiegervater), 1906 ‚Ernst Bosch‘ (benannt nach einem Düsseldorfer Maler), sowie Steinobst (‚Grevenbroicher Knorpelkirsche‘) und Erdbeeren. Sein Vater Heinrich Uhlhorn züchtete die Sorte ‚Uhlhorns Wunderaprikose‘. (Quelle)

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