06. Jul

Sensenmahd – Hüftschwung für die Schmetterlingswiese

06. Juli 2018, Anke Bezdiczka

Kategorien: Bewirtschaftung, Ökologie, Veranstaltungen

In den Sommermonaten fasziniert uns Naturliebhaber die Farbenvielfalt unserer heimischen Schmetterlinge. Die zarten Geschöpfe sehen nicht nur toll aus, sondern sind eine wichtige Nahrungsgrundlage für Vögel und Fledermäuse. Für die ungestörte Verwandlung von der Raupe bis zum Falter braucht es Zeit. Unser Ordnungssinn und der Wunsch nach kurz gehaltenen Rasenflächen ist für Insekten aber ein tödliches Problem.

Der Landschaftspflegeverband Sächsische Schweiz-Osterzgebirge e. V. bewirtschaftet seine Streuobstwiese deshalb durch eine räumlich und zeitlich versetzte Mahd. Jeweils ein Viertel der Fläche wird über die Sommermonate im mehrwöchigen Abstand gemäht. Von Gräsern dominierte Wiesenabschnitte kommen zuerst an die Reihe. So stehen im zweiten Aufwuchs Kräuter und Blühpflanzen erneut als Nahrungsgrundlage zur Verfügung. Ein Teil der Wiese bleibt als Überwinterungsgrundlage sogar ganz stehen.

Das Schärfen der Sense Foto: Kerstin Heyne

Gemäht wird nicht etwa mit dem Rasentraktor, sondern mit der Sense. Die traditionelle Arbeitsmethode hält uns fit und macht im Team auch richtig Spaß. Zwei bis drei Tage trocknet das Heu auf der Streuobstwiese. Damit haben Insekten die Möglichkeit auf die angrenzenden ungemähten Flächen auszuweichen.

Teamwork bei der Sensenmahd Foto: LPV Sächsische Schweiz-Osterzgebirge

Mehr zur insektenfreundlichen Bewirtschaftung von Streuobstwiesen erfahrt ihr auf der Internetseite des Projektes ‚Puppenstuben gesucht – Blühende Wiesen für Sachsens Schmetterlinge‘ der Landesstiftung Umwelt und Natur.

Interessierte sind herzlich eingeladen zum Tag der offenen Schmetterlingswiese im Lindenhof am 17. August 2018 von 9 bis 12 Uhr mehr über Schmetterlinge und ihre Lebensweise zu erfahren. Der Landschaftspflegeverband freut sich auf zahlreiche Besucher.

 

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